Musik in der intermedialen (Grund-)Bildung

Entwicklung und Erforschung von Modellen für die Durchführung von Medienprojekten mit einem musikalischen Schwerpunkt *


Projektart: Pädagogische Gestaltungs- und Entwicklungsforschung (Educational Design-Based Research)

Projektleitung: Iwan Pasuchin

Durchgeführt in Kooperation mit dem Programmbereich "(Inter)Mediation. Musik – Vermittlung – Kontext" des interuniversitären Schwerpunkts "Wissenschaft & Kunst"

Beratungsteam: Andreas Bernhofer, Martin Losert, Michaela Schwarzbauer und Elisabeth Wieland

Laufzeit: 1.10.2019-30.09.2024

Kurzbeschreibung

Das Hauptziel des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens Musik in der intermedialen (Grund-)Bildung besteht darin, Unterrichtsmodelle (inklusive Lehrmaterialien und didaktischer Szenarien) für die Durchführung von Medienprojekten, in denen die Musik eine wichtige Rolle spielt, auszuarbeiten. Diese werden – der Methodologie des Design-Based Research und dem Citizen-Science-Ansatz folgend – in Kooperation mit SchülerInnen, Studierenden und Lehrenden in der Praxis erprobt, im Zuge dessen wissenschaftlich evaluiert sowie angepasst und weiterentwickelt.

 

Die Ergebnisse richten sich in erster Linie an AkteurInnen in musikpädagogischen Praxisfeldern (MusiklehrerInnen an Schulen aber auch Lehrende an Musikschulen) und werden frei im Internet verfügbar sein. Parallel dazu ist eine Grundlagenforschung zu Aspekten der Intermedialität in der aktuellen digitalen Kommunikation mit einem Fokus auf Musikvermittlung geplant, deren Erkenntnisse über Symposien und Fachpublikationen ein wissenschaftliches Publikum ansprechen sollen.

 

Die Grundlage des Projektes bildet die These, dass Musik im medialen Kontext heutzutage von Kindern und Jugendlichen vorrangig in Kombination mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen rezipiert wird, weswegen auch die Förderung musikalischer Medienkompetenzen im "intermedialen Verbund" stattfinden sollte.

Weiterführende Informationen und Publikationen

* HINWEIS ZUM TITELFOTO: Das Bild wurde von Peter M. Mayr aufgenommen und entstammt einer vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung publizierten Webeseite mit der Überschrift „Digitale Bildung. Masterplan für die Digitalisierung im Bildungswesen” (letzter Aufruf 12.06.2020). Da es im Kontext des vorliegenden Forschungsprojektes von hoher Relevanz ist, kann seine Nutzung als ein wissenschaftliches Zitat betrachtet werden. Nichtsdestotrotz wurde der Fotograf um die Genehmigung zur Verwendung des Bildes im vorliegenden Kontext ersucht, die er dankenswerterweise erteilt hat.


schnitt # stellen - allgemein

Interdisziplinäre Forschung zu Synergiepotenzialen der medienkulturellen Lebenswelten von SchülerInnen einer städtischen NMS und dem Feld der zeitgenössischen Medienkunst


Projektart: Künstlerische sowie kultur- und medienpädagogische Forschung

Projektteam: Sonja Prlić und Karl Zechenter (Künstlerische Forschung), Iwan Pasuchin (kultur- und medienpädagogische Forschung)

ProjektpartnerInnen: MediaLab der Universität Mozarteum Salzburg und KünstlerInnengruppe "gold extra"

KooperationspartnerInnen: Neue Mittelschule Salzburg-Lehen und Programmbereich "Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion" des Kooperationsschwerpunkts "Wissenschaft und Kunst" der Salzburger Universitäten Mozarteum und Paris Lodron

Board: Sebastian Linz (ARGEkultur), Manuela Naveau (Ars Electronica), Eberhard Raithelhuber (Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg), Thomas Schuster (Verein Spektrum) und Elke Zobl (Interuniversitärer Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst der Universitäten Salzburg und Mozarteum Salzburg)

Laufzeit: 1.01.2018-31.12.2021 (4 Jahre)

Kurzbeschreibung

schnitt # stellen ist ein interdisziplinäres Projekt, in das Perspektiven der Künstlerischen Forschung sowie der kultur- und medienpädagogischen Forschung einfließen. Im Fokus des Interesses stehen Wechselwirkungen und Synergiepotenziale der medienkulturellen Lebenswelten Jugendlicher, die eine städtische Neue Mittelschule besuchen und dem Feld der zeitgenössischen Medienkunst. Ziel der interdisziplinären Zusammenarbeit ist es, ausgehend von den Erkenntnissen, die auf Basis unterschiedlicher methodischer Herangehensweisen gewonnen werden, eine multiperspektivische Sichtweise auf das Feld zu eröffnen.

 

Folgende gemeinsame Hauptforschungsfrage leitet den Prozess: Welche Erfahrungen werden gemacht und welche Entwicklungen finden in gemeinsamen Gestaltungs-, Präsentations- und Forschungsprozessen von SchülerInnen einer städtischen NMS und MedienkünstlerInnen statt?

Künstlerische Forschung (Prlić und Zechenter)

Aus der Perspektive der Künstlerischen Forschung interessiert uns, welche gemeinsamen Erfahrungen gemacht werden und welche ästhetischen Repertoires und medialen Praxen entwickelt werden, wenn Jugendliche, KünstlerInnen und Kunstinstitutionen zusammentreffen.


In der Künstlerischen Forschung mit Kindern und Jugendlichen wurde Medienkunst bislang noch wenig beachtet; wir halten diesen Ansatz jedoch gerade wegen der Nähe von medienkünstlerischen und jugendkulturellen Praxen für besonders ergiebig. Im Zentrum der Forschung stehen zwei jeweils einjährige künstlerische Projekte, die die Rahmen aufspannen, in denen wir unterschiedliche Fokusse, z.B. Spiel, Ästhetik und Umgang mit Social Media, untersuchen und gemeinsam mit den ProjektteilnehmerInnen sowie auch wissenschaftlich reflektieren. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Auseinandersetzung mit Computerspielen und interaktiven Anwendungen dar – wie z.B. Augmented Reality-Technologien.

Kultur- und medienpädagogische Forschung (Pasuchin)

Aus der kultur- und medienpädagogischen Forschungsperspektive steht die Frage im Zentrum, wie es sich auf das Interesse und das Engagement von SchülerInnen einer städtischen NMS auswirkt, wenn MedienkünstlerInnen mit ihnen Projekte gestalten, bei denen es vorrangig um das Anknüpfen an ihre medienkulturellen (Vor-)Erfahrungen geht.

 

Die Ergebnisse werden mit jenen des Vorgängerprojekts Künstlerische Erfahrung im Brennpunkt (siehe Unterseite Forschung > Archiv) verglichen, bei dem das Team bereits im Rahmen kürzerer Workshops an der gleichen Schule zusammenarbeitete. Davon sind auch Erkenntnisse dazu zu erwarten, welche Modifikationen und Weiterentwicklungen auf der strukturellen, inhaltlichen und methodischen Ebene der Unterrichtsgestaltung auftreten, wenn MedienkünstlerInnen ganzjährige Schulprojekte durchführen, die explizit als Vorhaben Künstlerischer Forschung konzipiert sind.

Gefördert von

Vom Referat 2/04 für Wissenschaft, Erwachsenenbildung, Bildungsförderung werden F&E-Projekte in Bereichen der Grundlagenforschung bis hin zu anwendungsorientierten Forschungsbereichen und Projekten im Schnittstellenbereich zur wirtschaftsorientierten Forschung gefördert. Unter dem Titel „Zukunftsprojekte" werden Kostenbeiträge für Projekte in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, Forschung und Entwicklung neuer Technologien zur Verfügung gestellt, sowie für Vorhaben, die für die Sicherung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Salzburg von Bedeutung sind, aber nicht unmittelbar klassischen Forschungsprojekten zugeordnet werden können.


Die Abteilung Kultur, Bildung und Wissen der Stadt Salzburg ist unter anderem mit der Vorbereitung der Fördervergabe an Institutionen, Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen aus allen Kunst- und Kultursparten sowie aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Sport befasst.



schnitt # stellen - Detailinformationen

Informationen zu Präsentationen und Wettbewerbserfolgen im Rahmen des schnitt # stellen-Projektes


Präsentation des ersten Schuljahresprojektes

Am 4.06.2019 fand die Präsentation des ersten Schuljahresprojektes aus dem Forschungsvorhaben schnitt # stellen statt. Hier einige Impressionen und Medienberichte dazu:


Impressionen aus der Praxisarbeit (2 Min. 30 Sek.):

Medienberichte-Beispiele:


European Youth Culture Award

schnitt # stellen erhielt in Berlin den European Youth Culture Award 2019 in der Kategorie "Wissenschaft und Forschung". Hier einige Impressionen und Medienberichte dazu:


Prix Ars Electronica

Beim Prix Ars Electronica 2020 wurde das Mixed-Reality Spiel "The Truth Part 2" mit einem Hauptpreis in der Kategorie Young Creatives ausgezeichnet. Hier einige Medienberichte und Impressionen dazu:


Für die Einreichung erstellte Kurzdokumentation des Projektes (30 Sek.):